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Alexander Gehbauer siegt auf einer der - in konditioneller Hinsicht - anspruchsvollsten XC Strecken Europas im kroatischen Samobor beim dortigen C1 Wettkampf

  • Veröffentlicht: Sonntag, 12. Juni 2016 23:00
  • Geschrieben von Mag. Andreas Gehbauer
  • 12 Jun

Sieg in SamoborDie Eckdaten des Wettkampfs: “nur” knapp 29 km Renndistanz (7 Runden a 4.100 m) aber “gespickt” mit knapp 1.800 Höhenmetern. Das heißt für Kenner der Materie: Es muss sehr steil bergauf und auch wieder sehr steil bergab gehen! Konkret im Samobor: 2 deftige Anstiege mit sehr steilen und technisch anspruchsvollen Abfahrten.

Athleten aus 11 Nationen stellten sich im Elite-Herrn Wettkampf dieser Herausforderung. Alexander suchte bereits in der 2. von 7. Runden eine frühe Entscheidung indem er sich durch eine entschiedene Attacke im längsten Anstieg von allen Konkurrenten absetzen konnte und seinen Vorsprung kontinuierlich auf exakt 1 Minute auf den Zweitplatzierten Andras Parti aus Ungarn im Ziel ausbauen konnte. Der Drittplatzierte Vincent Sibille hatte nach der Renndistanz bereits fast 5 Minuten Rückstand auf Alex.
 
Beim letzten WC im französischen La Bresse vor 2 Wochen hatte Gehbauer drei Hinterraddefekte zu beklagen und konnte dadurch bedingt den Wettkampf “nur” auf Rang 53 beenden nachdem er in einer fulminanten Aufholjagd von Position 120 fast 70 Fahrer überholt hatte.
 
In 3 Wochen finden im tschechischen Nove Mesto die diesjährigen Weltmeisterschaften statt. Alexander bereitet sich aktuell im Rahmen eines speziellen Höhentrainings auf dieses Rennen und den eine Woche darauf stattfindenden WC im schweizerischen Lenzerheide vor. Im Rahmen dieser beiden Wettkämpfe wird auch die endgültige Entscheidung darüber fallen, wer Österreich als einzigen XC-Athlet bei den Olympischen Spielen in Rio vertreten wird!
 
Alexander im Rück- und Ausblick: “Ich habe die großen materialbedingten Enttäuschungen von La Bresse und Albstadt schnell verarbeitet gehabt und mich am positiven Faktum, dass ich durch meine konstant guten Wettkampfleistungen in den letzten Monaten wieder unter den Top 40 der Weltrangliste platziert bin, aufgerichtet und durch sehr konsequentes Training sofort wieder meinen Blick nach vorne gerichtet. Meine gestrige Leistung bestätigt meinen Weg und macht mich zuversichtlich für die kommenden großen Aufgaben. Es ist vor allem das Faktum, dass ich mich sehr leicht von meinen Konkurrenten lösen konnte und in keinem einzigen Moment des Wettkampfs an meine Leistungsgrenzen gehen musste, sondern den gesamten Wettkampf in gewisser Hinsicht wirklich genießen konnte. Das kroatische Publikum war großartig und hat meine Leistung durch viel Beifall honoriert. Jetzt gilt meine ganze Aufmerksamkeit einer bestmöglichen Vorbereitung auf die WM und den WC in Lenzerheide!”

Rückblick und Ausblick vor dem WC Start in La Bresse

  • Veröffentlicht: Samstag, 28. Mai 2016 23:00
  • Geschrieben von Mag. Andreas Gehbauer
  • 28 Mai

newsflash

Nach sehr guten Ergebnissen bei Trainingswettkämpfen vor 14 Tagen – 2. Platz im ungarischen Felsötarkany und Rang 5 in Kutna Hora bei Prag – ging Alexander mit großer Zuversicht beim WC in deutschen Albstadt am vergangenen Sonntag an den Start. In aussichtsreicher Position für die Erlangung eines A-OLympia Limits wurde er durch einen Hinterraddefekt weit zurückgeworfen und konnte nach dem “Wiedereinstieg” auf Position 52 in den verbleibenden 2 Runden noch zahlreiche Konkurrenten überholen und beendete das Rennen auf Rang 32.
 
Durch konstant gute Wettkampfergebnisse in den letzten Wochen rangiert Alexander aktuell auf Position 32 der UCI Weltrangliste und wird morgen von einer sehr guten Startposition aus den WC im französischen La Bresse in Angriff nehmen. Ein sowohl in technischer als auch konditioneller Hinsicht anspruchsvoller Kurs wird durch das vorhergesagte Schlechtwetter mit beträchtlichen Niederschlägen noch deutlich schwieriger werden und den Athleten alles abverlangen.
 
Alexander am Tag vor dem Wettkampf: “Ich fühle mich sehr gut, meine Form wird von Woche zu Woche besser und ich bin im Hinblick auf den morgigen Wettkampf sehr zuversichtlich! Ich denke, dass ich materialmäßig eine gute Abstimmung gefunden habe und freue mich schon sehr auf die morgige Auseinandersetzung und den Kampf um den einzigen österreichischen Olympiastartplatz!”

Alexander Gehbauer auf Rang 21 bei der MTB EM im schwedischen Huskvarna

  • Veröffentlicht: Sonntag, 08. Mai 2016 23:00
  • Geschrieben von Mag. Andreas Gehbauer
  • 08 Mai

newsflash

Die großen Erwartungshaltungen, mit welchen Alexander in den Wettkampf startete, erfüllten sich auf dem grandiosen schwedischen Rundkurs leider nicht.
 
Alexander nach dem Wettkampf: “Ich kam schon nicht ganz optimal beim Start weg, befand mich dann um Position 30 von über 80 Startern. Sehr schnell konnte ich mich aber innerhalb nur einer Runde auf 20 nach vorne arbeiten, aber dann fehlte mir heute für 2 bis 3 Runden die innerste Bereitschaft, wirklich alles geben zu wollen und so “rutschte” ich wieder auf ca. 35 zurück. Dort konnte ich in meinem Kopf dann wieder den Schalter umlegen und in den verbleibenden 1 1/2 Runden so doch noch fast 15 Fahrer überholen. Ich bin sehr froh, dass dieses Rennen mit dieser positiven Erfahrung endet und ich nicht innerlich aufgegeben habe. Vielleicht ist das heutige Rennen das wertvollste meiner bisherigen Laufbahn! Ich denke, ich habe heute sehr viel gelernt, wahrscheinlich mehr, als wenn ich ganz vorne in der Ergebnisaufstellung aufscheinen würde! An und für sich passt alles und ich denke, dass ich mit dem Beginn der europäischen Weltcups in wenigen Wochen wieder ganz vorne dabei sein kann! Die nächsten 14 Tage werde ich mit sehr spezifischen Trainingseinheiten verbringen und eventuell auch noch an einem ausländischen Wettkampf teilnehmen, denn ich möchte auf “den letzten Metern” nochmals dazu beitragen, dass wir den angepeilten zweiten Olympiastartplatz für die österreichischen Herren erringen.”

Alexander Gehbauer erreicht mit Rang 4 Plansoll beim C1 Wettkampf in Stattegg nach intensiver Trainingswoche im Hinblick auf die EM in Schweden am 8. Mai

  • Veröffentlicht: Mittwoch, 27. April 2016 21:00
  • Geschrieben von Mag. Andreas Gehbauer
  • 27 Apr

2016 04 27Der Wettkampf in Stattegg erhielt eine enorme mediale und sportliche Aufwertung durch die Teilnahme des aktuellen Straßenweltmeisters Peter Sagan.  Dass dieser nicht nur aus Jux an diesem Wettkampf teilnahm, bewies seine sehr ernsthafte unmittelbare Wettkampfvorbereitung und dann sein brachialer Start in das Rennen. Von Startreihe 4 katapultierte sich Sagan an die Spitze des Feldes nach der ersten von acht Runden und es war Alexander, der ihm als einziger unmittelbar folgen konnte. Während Sagan ganz offensichtlich überzog und deutlich zurückfiel (und später durch einen schweren Sturz das Rennen auch in aussichtsloser Position beenden musste), konnte sich Alexander bis zur letzten Runde konstant in den ersten 3 Positionen halten. Nur in der letzten Runde musste auch er dem extrem hohen Anfangstempos Sagans und einer noch nicht ganz “verdauten” intensiven Trainingswoche Tribut zahlen und fiel auf Rang 4 zurück. Das Rennen wurde von dem Belgier Bart de Vocht vor dessen Landsmann Jens Schuermans gewonnen. Auf Rang 3 folgte Martin Loo aus Estland.

Alexander im Rückblick auf das Rennen: “Ich hätte nicht geglaubt, dass es heute nach diesem harten Trainingsblock in den letzten Tagen schon so gut läuft. Das hat sich heute wirklich gut angefühlt und stimmt mich sehr optimistisch im Hinblick auf den ersten Saisonhöhepunkt Europameisterschaft. Taktisch habe ich heute aber einen entscheidenden Fehler gemacht. Ich hätte zu Beginn nicht mit Sagan mitgehen dürfen, sondern mir meine Kräfte besser einteilen sollen. Dann hätte ich am Ende sicherlich eine reale Siegeschance gehabt. Aber ich bin nun schon lange nicht mehr gegen Peter Sagan angetreten und so konnte ich ihn und sein Leistungsvermögen nicht wirklich einschätzen.  Ich denke, dass mein Körper mit dieser extremen Rennbelastung nun sehr viel anfangen wird können und gut adaptieren wird. In Schweden kann sich das dann als sehr positiv auswirken.”

Am kommenden Wochenende nimmt Alexander noch an einem C1 Wettkampf in Slowenien teil, bevor er am Dienstag mit dem österreichischen Nationalteam von Wien-Schwechat aus die Reise nach Schweden antritt.

Alexander Gehbauer wird beim 3-tägigen S1 Etappenrennen in Serbien Zweiter und sichert sich damit wertvolle 100 Weltranglistenpunkte

  • Veröffentlicht: Sonntag, 27. März 2016 22:00
  • Geschrieben von Mag. Andreas Gehbauer
  • 27 Mär

Alex Gehbauer - 2. GesamtrangDie Basis für das tolle Ergebnis legte Alexander beim Zeitfahren am ersten Tag. Im Kampf gegen die Uhr musste er sich nur knapp Simon Andreassen aus Dänemark geschlagen geben. Am zweiten Tag erreichte Alexander mit kontrollierter Fahrweise mit geringem Zeitrückstand den 8. Platz. Bei der heutigen letzten Etappe konnte sich Alexander mit Rang 3 nochmals am Podium präsentieren und sicherte somit seinen 2. Gesamtrang ab. An diesem im Raum Novi Sad ausgetragenen Wettkampf nahmen Athleten aus 15 Nationen teil. Viele Nationen nutzten den Wettkampf um Punkte für das Nationenranking im Hinblick auf die Olympischen Spiele in Rio zu erreichen. Österreich gelang dies sehr gut. Neben Alexander konnten sich noch Karl Markt (Rang 10), Gregor Raggl (Rang 11) und Jodok Salzmann (Rang 18) in den Punkterängen platzieren.

2016 03 27 2Alexander im Rückblick auf das Rennen: “Alle 3 Etappen waren nicht sonderlich lang. Deshalb wurde jeweils von Anfang an Vollgasund mit viel Risiko gefahren. Ich versuchte mich durch eine sehr aktive und offensive Fahrweise so weit als möglich aus harten Positionskämpfen herauszuhalten. Das Ergebnis und meine Form sind für mich vor allem auf dem Hintergrund eines Ereignisses vor 12 Tagen erstaunlich und Anlass zu besonderer Freude und Dankbarkeit! Während meines Trainingslagers auf Mallorca hat mich der Lenker eines Transporters übersehen und es kam zu einer Kollision mit über 50 km/h. Die ersten Befürchtungen (innere Verletzungen, Wirbelsäulenverletzung, Beckenbruch) haben sich im Krankenhaus nicht bestätigt, ich kam mit massiven schmerzhaften Prellungen und Hämatomen am ganzen Körper “davon” und konnte mit viel Überwindung schon sehr bald wieder mein Training aufnehmen. Natürlich spüre ich auch jetzt noch die Folgewirkungen dieses sehr heftigen Zusammenpralls aber ich fühle mich von Tag zu Tag besser und bin eigentlich seit diesen Stunden des Unfalls “nur” dankbar dafür, dass ich noch am Leben bin!”